Golden Cube
Alle Arbeiten der Ausstellung Monitoring konkurrieren um den mit 2.500 € dotierten „Golden Cube“, den Preis für die beste Medieninstallation, der von dem Kasseler Softwareunternehmen Micromata GmbH gestiftet wird. Das Kuratorium der Ausstellung hat 14 Arbeiten aus 272 Einreichungen ausgewählt, die während des Festivals im Kasseler Kunstverein und in verschiedenen Räumen des KulturBahnhofs Kassel ausgestellt werden.
Zwischen dem „White Cube“ des Ausstellungsraumes zeitgenössischer Kunst und der „Black Box“, dem schwarz gestrichenen Präsentationsraum für Filme, nimmt der „Golden Cube“ eine Zwischenposition ein, indem er sich ausdrücklich für das Zusammenspiel räumlicher und audiovisueller Aspekte der Medieninstallation einsetzt.
Preisträger/innen
2011 Anu Pennanen: La ruine de regard / Die Ruine des Blicks
2010 Lukas Thiele, Tilman Hatje: Weltmaschine
2009 Sophie Ernst: HOME
2008 Stefanos Tsivopoulos: Untitled (The Remake)
2007 Erik Olofsen: Public Figures
2006 Markus Bertuch: Walperloh
2005 Eske Schlüters: Knowing as much as the man in the moon
2004 Renzo Martens: Episode 1
2003 Claudia Aravena Abughosh: Greetings from Palestina
Nominierungen 2011
Jan Bode (Yo Adrian, I did it!), Gair Dunlop (Atom Town: life after technology), Ulrike Franke, Michael Loeken (OPEL), Christoph Girardet (Silberwald), Chaja Hertog, Nir Nadler (In het Land der Blinden), Ryota Kuwakubo (The Tenth Sentiment), Annika Larsson (BLIND), Dennis Neuschaefer-Rube (The Wizard of Oz experiment), Stefan Panhans (SORRY), Anu Pennanen (La ruine du regard), Björn Perborg (Geschichten aus dem Koffer), Ana Esteve Reig (Verlorene Paradiese), Rebecca Ann Tess (A Crime must be Committed), Rolando Vargas (Eight-Times-Twenty-Five (diptych))
Jury 2011
Sophie Goltz
Arbeitet seit 2008 als Kuratorin und Leitern der Kommunikation im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.). Zusammen mit Kathrin Becker erstellt sie derzeit einen neuen Bestandskatalogs des n.b.k. Video-Forums (1.400 Werke) und einer digitalen Neupräsentation der Sammlung. Zuvor war sie als freie Kuratorin und Kunstvermittlerin u. a. für das documenta-Archiv, die documenta 11 und 12, Projekt Migration und die 3. berlin biennale tätig. Seit 2007 unterrichtet sie an der Akademie für Angewandte Kunst Wien im Studiengang "education/curating/managing". Seit 2011 arbeitet sie an einem Ausstellungsprojekt zu TV-Formaten in der zeitgenössischen Kunst mit Schwerpunkt Lateinamerika.
Wolfgang Jung
Geboren 1973, ist Softwareentwickler und Mitgründer der Micromata GmbH. Er lebt und arbeitet in Kassel. Seit 1993 ist er im Rahmen verschiedener Ausstellungen sowie des Kasseler Dokfestes für den technischen Support der Künstler/innen aktiv. Bei der documenta X war er für die technische Infrastruktur der Medienarbeiten verantwortlich.
Brent Klinkum
Geboren 1960, gründete 1994 in Caen (Frankreich) Transat Vidéo, eine kuratorische Plattform für Film- und Videoprogramme und Ausstellungen. Das Besondere an den Programmen ist ihre Beziehung zum Ausstellungs-/Aufführungsort in Verbindung mit dem jeweiligen Kontext und Thema. Aufführungsorte sind Art House Kinos, Museen, Cafés, Theater, Festivals, auf dem Land, in Frankreich und im Rest Europas. Jüngste Ausstellungen waren unter anderem Suspended Spaces #1 an fünf verschiedenen Orten in Amiens, Le Temps du corps am Schwedischen Filminstitut in Paris, Hors du commun in der Abbaye-aux-Dames in Caen und Walking the Hinterland bei Argos in Brüssel. Zur Zeit arbeitet er an einer Ausstellung zum Thema Geschlechter-Klischees in Schweden, zur zeitgenössischen Kunstszene in Kroatien und an zwei Projekten von DAAD und Arsenal Berlin als „Kurator in Residence“.
Silke Schmickl
Studierte Kunstgeschichte, Romanistik und Interkulturelle Kommunikation zunächst in München und dann in Paris, wo sie 2001 ihr Studium mit einem Magister in Kunstgeschichte an der Sorbonne abschloss. Seit 2000 ist sie als Forscherin am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris tätig und publizierte dort ein Buch über die „Museum Photographs“ von Thomas Struth (Verlag MSH). 2002 gründete sie mit Marc Horchler den Pariser Filmverlag Lowave, den sie seit 2007 leitet. Im Rahmen dieser Tätigkeit entwickelt sie künstlerische Projekte und ist als Filmkuratorin für namhafte internationale Museen und Institutionen tätig.
Tilman Hatje (geboren 1984), Lukas Thiele (geboren 1985)
Studieren seit 2007 an der Kunsthochschule Kassel. In ihrer Zusammenarbeit beschäftigen sie sich mit den Grenzen der klassischen Animation und der Kombination dieser mit anderen künstlerischen Medien. Dazu zählen die Musikvideos „4xtra“ und „Cat sleeping on a piano“ und die Installation „Weltmaschine“, mit welcher sie beim Dokfest 2010 den „Golden Cube“ gewannen.