Filmfinanzierung 2.0 – Crowdfunding als alternative Methode?
Freitag, 11. November 2011, 11:00 – 13:00 Uhr
Wolfgang Gumpelmaier (Social Media Experte), Sarah Nörenberg („The Bud Spencer Movie“) und Karsten Wenzlaff (ikosom) diskutieren und berichten von ihren Erfahrungen.
Moderation: Gisela Waetzoldt-Hildebrandt (Filmhaus Frankfurt e.V.)
Eine gute Filmidee scheitert häufig schon in der Startphase an mangelnder Finanzierung. Der Andrang auf die Gelder der Förderungsanstalten ist groß, nur ein Bruchteil der eingereichten Projekte wird tatsächlich bezuschusst. Auch die Gewinnung von privaten Großsponsoren ist in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht einfacher geworden. Woher also nehmen, wenn nicht stehlen? Das so genannte Crowdfunding – auch Schwarmfinanzierung genannt – ist eine noch relativ junge Form der Finanzierung. Sie basiert auf der Idee, via Web 2.0 möglichst viele Privatpersonen zum Spenden geringer Einzelbeträge zu motivieren. Wenn es gut läuft, hat man mit den privaten Förderern auch schon ein potenzielles Publikum gewonnen.
Was genau ist also Crowdfunding und wie funktioniert es? Und wie bringt man die „anonyme Masse“ dazu, für das eigene Projekt zu spenden?
Wolfgang Gumpelmaier ist selbstständiger Online-Kommunikationsberater, Blogger und Vortragender. Als Kommunikationswissenschafter und passionierter Web-User ist er stets auf der Suche nach aktuellen Trends aus den Bereichen Social Web, New Media und Film.
Sarah Ulrike Nörenberg kam nach ihrem Abitur und einigen kleinen Online-Radioprojekten mit den Planungen für einen Dokumentarfilm über Bud Spencer in Berührung. Begeistert vom innovativen Konzept der Interaktion mit den Fans und der vielversprechenden Einbeziehung des Web 2.0 zog sie nach Wien und leitet dort seit 2009 zusammen mit ihrem Kollegen Karl-Martin Pold dieses Filmprojekt.
Gisela Waetzoldt-Hildebrandt verfügt über eine langjährige Erfahrung im internationalen Film- und Fernsehgeschäft. Seit Sommer 2009 arbeitet sie ehrenamtlich für das Filmhaus Frankfurt e.V. und gibt zusätzlich Seminare zu den Themen Produktionsvorbereitung, Vermarktung, Verleih und Vertrieb, speziell Online-Marketing. In den Jahren 2004 bis 2005 gehörte sie der hr-Jury der Hessischen Filmförderung an.
Karsten Wenzlaff ist Gründer des Instituts für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom). Er studierte Philosophy & Economics in Bayreuth und anschließend International Relations in Cambridge (UK). Seit vielen Jahren engagiert er sich für Non-Profit-Organisationen und Kulturprojekte sowie 2009 beim Wahlkampf für Barack Obama. Er arbeitet als Social Media Manager beim vorwärts Verlag.