Eretz Nehederet – Antizionismus in Israel
Freitag 11.11.2011 / 19:30 h / Filmladen
Eretz Nehederet - Antizionismus in Israel
Regie: Daniel Ziethen
Produktion: Daniel Ziethen
Kamera: Frank Henne
Deutschland, / 01:12:00 / englisch, hebräisch, deutsch / deutsche UT
Dieser Film – eine Abschlussarbeit der Bauhaus-Universtität Weimar - setzt sich kritisch mit dem so genannten zionistischen Narrativ bzw. den Gründungsmythen des Staates Israel auseinander. Es geht um jüdische und zionistische Identität, die dabei nicht nur reflektiert, sondern auch dekonstruiert wird. Zu Wort kommt die israelische Linke, welche ihr ambivalentes Verhältnis zum Zionismus diskutiert und deren Positionen im Nahostkonflikt selten eine Öffentlichkeit haben. Es werden ganz unterschiedliche Aspekte beleuchtet: Die Gründung des Staates als Folge des Holocaust, der Mythos von der Fruchtbarmachung der Wüste, die Araber als Feinde, die Rolle des Militärs, jüdischer Rassismus usw. Der Zionismus hat die israelische Gesellschaft überhaupt erst erschaffen und zugleich ein Knäuel aus Militarismus, permanentem Ausnahmezustand und rassistischer Ausgrenzung hervorgebracht. Die Protagonist/innen des Films nehmen jene Mythen auseinander, die die israelische Gesellschaft von Anfang an bestimmen, und stellen ihnen die politischen Realitäten des Landes gegenüber. Viele interessante Filmausschnitte aus Spiel-, Dokumentar- und Propagandafilmen zeigen, wie tief diese Mythen im medialen Bild verankert, aber auch von welchen Brüchen sie durchzogen sind.