Nachtsicht
Freitag 11.11.2011 / 00:00 h / BALi Kinos
Nachts sieht die Welt ganz anders aus, da sind ja angeblich nicht nur alle Katzen grau, da erscheint auch das bisher Vertraute neu und ungewöhnlich. Aber in der Großstadt wird es nie ganz dunkel, und selbst lange nach Mitternacht pulsiert das Leben noch. Dieses Programm begibt sich auf die Suche nach totaler Dunkelheit und den nächtlichen Aktivitäten der Städter. Denn nicht alle sind zufrieden damit, dass der Himmel nachts hell erleuchtet ist und manch einer setzt sich sehr vehement für die Rückkehr der dunklen Nächte ein.
Balkon
Beobachtungen eines Hinterhofs irgendwo mitten in Istanbul – Häuserdächer, flüchtige Einblicke in Wohnungen, vereinzelte Menschen. Aufgenommen bei Nacht von einem einzigen Balkon wirken die Szenen wie Miniaturen des Lebens dieser Riesenstadt.
Adormecidos
Bei Nacht bevölkern die Lichter und die Werbeposter die menschenleeren Straßen der Stadt. Die perfekten Modelgesichter sehen uns an wie eingefrorenes Leben.
Půlnoc
Die Regisseurin verbringt sieben Tage in absoluter Dunkelheit und nimmt dabei ihre Kamera mit. Um diesen Selbsttest herum spinnt sie ihren intelligenten Essay über Energie, Elektrizität und die Lichtverschmutzung moderner Städte. Sie trifft Astronomen und Schlafforscher und folgt einer klandestinen Energie-Guerilla, die nachts ganze tschechische Kleinstädte vom Licht der Straßenlaternen befreien will. Ein Plädoyer für die Dunkelheit im Kino und das Schwarz zwischen den Bildern, das uns die Bilder erst sehen lässt.
National Parks Project: Night Vision
Entstanden als Teil eines Kompilationsfilms über kanadische Nationalparks, in dem Musiker und Filmemacher eng zusammenarbeiten, wird hier das Gegenteil eines touristischen Werbebildes gezeigt. Ein nächtlicher Besuch im „Prince Albert National Park“ in Saskatchewan, an der Hand eines kleinen Mädchens, das uns durch die Wildnis führt.
Gil Scott-Heron "New York is Killing Me" (Chris Cunningham Remix)
Der im Mai diesen Jahres viel zu früh verstorbene Musiker, Dichter und „Bluesologist“ Gil Scott-Heron beschwört in einer seiner typischen Spoken-Word-Performances seine Heimatstadt New York in einer düsteren Vorahnung des eigenen Todes. Drei Kameras entführen uns auf eine hypnotische Fahrt durch die Unterwelt der Stadt.