Reine Männersache
Freitag 11.11.2011 / 15:00 h / Filmladen
© Markus Lenz
Reine Männersache
Regie: Susanne Binninger
Produktion: Andreas Goldstein
Kamera: Marcus Lenz
Weltpremiere
Deutschland, / 01:17:00 / deutsch / none
Männer sind Ernährer, „Neue Väter“, Underperformer, Leistungsträger, Alpha-Rüden, Warmduscher – je nach Perspektive. Sie sollen ihren Frauen treu sein, als Versorger und Ernährer funktionieren, sich um ihre Kinder kümmern, ihre weiblichen Anteile pflegen, nicht zum Schlaffi mutieren. Sie sollen führen, ohne zu dominieren, ihren Partnerinnen den Rücken freihalten und sexy sein, aber keine Machoattitüden haben… Sind Männer in der Krise?
REINE MÄNNERSACHE besucht Orte und Situationen, wo Bilder vom Mann verhandelt, geprägt und gelebt werden: eine Partnervermittlung, die die Ergebnisse ihrer neuesten Männer-Studie auswertet. Eine Agentur, die Castings und Dreharbeiten für einen Werbespot durchführt, in dem ein Mann mit Frau, zwei Kindern und einer Waschmaschine zusammengedacht wird. Ein Workshop für Führungskräfte, in dem Männer Männern beibringen, wie vätergerechte Personalführung auszusehen hat. Die Kampagne eines Putzmittelsherstellers, der einen Haushaltszehnkampf für Paare veranstaltet, um Hausarbeit auch für Männer attraktiv zu machen. Der Alltag eines Tagesvaters, der hauptberuflich drei Kinder betreut. Eine Gruppe, in der Männer über ihr eigenes Leben nachdenken und sich miteinander aussprechen.
Rollenbilder treffen auf gelebtes Leben, Zuschreibungen auf Erfahrungen. Was heißt es heutzutage Mann zu sein? Wer formuliert Ansprüche an Männer und prägt ihre Bilder? Und wie finden sich Männer in diesem Dickicht von Rollenerwartungen zurecht?
Fragen an meinen Vater
Regie: Konrad Mühe
Produktion: Konrad Mühe
Kamera: - -
Deutschland, / 00:11:45 / deutsch / englische UT
Das Konzept des Vaterseins als Konstrukt und Rolle, die Menschen für eine gewisse Zeitspanne annehmen, die sie an- und abstreifen können. Doch wer verbirgt oder versteckt sich wirklich dahinter? Was passiert, wenn plötzlich der kindliche Blick wegfällt, die Rolle Kind abgestreift wird, und sich die Frage auftut, was für ein Mensch der Vater überhaupt ist oder war. In FRAGEN AN MEINEN VATER versucht sich der Sohn, seinem verstorbenen Vater über dessen Arbeit zu nähern. Doch es gibt nicht für alle Fragen Antworten, aber es gibt für alle Antworten Rollen.