Was läuft noch?
22:15 h / BALi Kinos

Der Film liegt auf der Straße

22:15 h / Filmladen

Abendland

23:30 h / Filmladen

Unlike U - Trainwriting in Berlin

10:45 h / Filmladen

HEIMAT SCHWEDEN

12:00 h / BALi Kinos

Dokfest-Brunch

12:45 h / Filmladen

Ave Maria

14:00 h / BALi Kinos

Selbstthematisierung von (Video)Kunst

14:30 h / Gloria Kino

Arab Attraction

15:00 h / Filmladen

ICH KOCH

16:00 h / BALi Kinos

Am langen Ende des Lebens

17:15 h / Filmladen

Fara ad synda - Schwimmen gehen

18:00 h / BALi Kinos

Über Sätze

19:30 h / Filmladen

Kümmel baut

20:00 h / BALi Kinos

Finale

21:45 h / Filmladen

The Good Life

Day is Done

Mittwoch 9.11.2011 / 21:45 h / Filmladen

DayIsDone2

Day is Done

Regie: Thomas Imbach
Produktion: Andrea Štaka
Kamera: Thomas Imbach
www.arsenal-berlin.de
Email
Schweiz, / 01:51:00 / schweizerdeutsch / englische UT

Ein rauchender Schlot reckt sich in den Himmel. Unten rattern Züge vorbei. In den Häusern rundherum geht in der Dunkelheit das Licht an und zu später Stunde wieder aus. Plötzlich bewegt sich das Bild, der Kamin wird stärker ins Zentrum gerückt. Ein Mann hinter der Kamera sucht ein Bild. Unablässig filmt er aus dem Fenster seines Ateliers. Die Wolken und die Züge, die Kräne und die Vögel ziehen vorbei. Ab und zu hören wir Menschen auf seinen Anrufbeantworter sprechen. Sie reden von alltäglichen Dingen, hin und wieder gratulieren sie dem Mann zum Geburtstag. Der Vater stirbt, ein Kind wird geboren, eine junge Familie bricht auseinander. Langsam wird die Stadtlandschaft zur inneren Landschaft des Mannes hinter der Kamera. Am Ende dominiert ein neu errichteter Wolkenkratzer aus Beton und Glas die Szenerie und drängt den inzwischen vertraut gewordenen Kamin aus dem Blickfeld.
Die mit der 35mm-Kamera aufgenommenen Bilder entstanden zwischen 1995 und 2010; die authentischen Anrufbeantworter-Nachrichten stammen aus der Zeit zwischen 1988 und 2003. Ton und Bild ergeben das Porträt eines unsichtbaren Mannes hinter der Kamera. Seine Persönlichkeit spiegelt sich in den Stimmen und Botschaften der Anrufer. Einige übermitteln Lob und gratulieren zu einem Erfolg; andere klagen an. Nie hebt der Mann den Hörer ab. Er steht hinter der Kamera. Er ist unerreichbar und wird so zum Objekt des Begehrens und der Feindseligkeit. Seine eigenen Gedanken und Gefühle vermitteln sich durch den Soundtrack: Wie die Bilder und die Nachrichten auf dem Anrufbeantworter wechseln auch die zwölf Lieder zwischen Glücksgefühl und Trauer, Zorn und Lachen. Das Kaleidoskop eines Lebens. Des Lebens einer fiktiven Person T., der Thomas Imbach sein biographisches Material leiht und betont „das Fiktive dieses Films [liegt] in der Bearbeitung und subjektiven Verdichtung des authentischen Materials. Dadurch werden auch meine Freunde und Verwandten zu archetypischen Figuren in einer universell anmutenden Geschichte. [...] Wie immer zeigt sich auch hier das radikal Allgemeine im radikal Individuellen: Es ist die Erfahrung von Liebe und Trennung, von Tod und Geburt, von Schmerz und Glück, die mich interessierten und die ein menschliches Leben ausmachen. Insofern ist T. nicht einfach ein typischer Mann, sondern – ein typischer Mensch.“ (Interview aus dem Presseheft)