Die Taktstürmer
Mittwoch 9.11.2011 / 21:45 h / Filmladen
Die Taktstürmer
Regie: Nico Sommer
Produktion: Nico Sommer
Kamera: Nico Sommer
Goldener Herkules
Weltpremiere
www.suesssauerfilm.de
Deutschland, / 01:30:00 / deutsch / englische UT
„Eigentlich braucht jeder Musik“, meint Robert, einer der Protagonisten in Nico Sommers DIE TAKTSTÜRMER. Für Robert, Anna und Nikolaus trifft das auf jeden Fall zu – und geht doch viel weiter: Sie sind Musiker und wollen mit ihrer Musik erfolgreich werden. Über ein Jahr lang begleitet Nico Sommer die drei ambitionierten jungen Menschen auf ihren unterschiedlichen Wegen ins professionelle Musikgeschäft. Entstanden ist ein spannendes, sehr persönliches Portrait über Leidenschaft und Hoffnung, die immer wieder von der harten Lebensrealität auf die Probe gestellt werden.
Sänger und Gitarrist Robert, 24, versucht den Einstieg ins Popgeschäft über eine fundierte Ausbildung an der angesehen Musikhochschule in Amsterdam. Im Studiengang „Pop Music“ sieht er die Erfüllung seiner Träume – für die Aufnahmeprüfung büffelt er sehr gewissenhaft mit seiner Band und lernt vorsichtshalber niederländisch.
Ohne Auftritte fühlt sich der 33-jährige Cellist Niko(laus) nicht mehr als Musiker. Immer am Rande des Existenzminimums lebend, kämpft er um jeden Auftrag. Wenn es sein muss, spielt er mit seiner heiß geliebten Umbra auch in Alters- und Pflegeheimen. Sein Leben oszilliert zwischen Augenblicken größter Euphorie, etwa bei einer Tour in Australien, und tiefsten Depressionen, wenn er keine Gigs hat oder erfährt, dass ihm sein Instrument eigentlich gar nicht gehört.
Gerade das Abitur in der Tasche, setzt die 18-jährige Anna alles daran, um für ihre Band Auftritte in Berliner Clubs zu organisieren. Beeindruckend selbstbewusst tritt sie ihrem skeptischen Vater gegenüber, der „nicht hemmungslos nur begeistert“ von den Plänen seiner Tochter ist und lieber hätte, dass sie „was Vernünftiges“ studiert. Aber Anna will einfach nur auftreten und Songs schreiben.
Die Langzeitdokumentation von Nico Sommer ist noch nicht abgeschlossen. Ein Jahr später besucht er die drei noch einmal und zeigt, wo sie nun stehen, ob sie es geschafft haben, von ihrer Musik zu leben oder längst andere Wege eingeschlagen haben.