Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker
Mittwoch 9.11.2011 / 19:30 h / Gloria Kino
Work in Progress: Virtuos Virtuell
Regie: Thomas Stellmach, Maja Oschmann
www.stellmach.com
Deutschland, / 00:02:55 / none /
Zu einem Ausschnitt aus der Ouvertüre der Oper „Der Alchymist“ von Louis Spohr arbeiten die beiden Regisseure Thomas Stellmach und Maja Oschmann zurzeit an einem 5-minütigen Experimentalfilm mit abstrakten Zeichnungen. Handgefertigte, von der Musik inspirierte und begleitend zum Hören entstandene Tuschezeichnungen dienen als Basis für den Film. Sie umspielen die Schwelle zwischen Gegenständlichkeit und Ungegenständlichkeit und öffnen so einen weitläufigen Raum für Assoziationen. Die musikalische und dramaturgische Vielseitigkeit der Ouvertüre inspiriert Stellmach und Oschmann zu einer erzählerischen Interpretation der Musik. Sie entwickeln gewissermaßen verschiedene „Charaktere“, die in einem Wechselspiel von vorsichtiger Begegnung und dynamischer Verfolgungsjagd, von tänzerischer Leichtigkeit, aber auch Konfrontation eine ganz eigene Geschichte erzählen und das Publikum mit auf eine spannende und zugleich poetische Reise durch die Musik und in abstrakte, assoziative Bilderwelten nehmen.
Mit der Präsentation von WORK IN PROGRESS: VIRTUOS VIRTUELL möchten wir einen Beitrag zur Finanzierung des Projektes leisten. Von der zweijährigen Produktion ist knapp die Hälfte finanziert. Thomas Stellmach, der auch Produzent des Filmes ist, sucht noch nach finanzieller Unterstützung und erhofft sich, weitere Sponsoren zu finden.
Informationen: www.stellmach.com
Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker
Regie: Klaus Stern
Produktion: Klaus Stern
Kamera: Harald Schmuck
Goldener Herkules
Deutschland, / 01:19:00 / deutsch / none
Mehmet Göker ist ein Kasseler Vorzeigeunternehmer. Gerade 30 Jahre alt, beschäftigt er im Jahr 2009 in seiner Firma MEG AG über 1.000 Mitarbeiter, viele – wie er selbst – mit Migrationshintergrund. „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum“, prangt über seinem Schreibtisch. Gökers Vorbilder: Sein Vater und Mahatma Gandhi. „Echte Vorbilder, beide“, sagt er mit Pathos in der Stimme. In seinem Büro hängen Fotos, die ihn gemeinsam mit Richard von Weizsäcker, Lothar Matthäus oder Guido Westerwelle zeigen.
Göker verkauft Verträge für private Krankenversicherungen. Angefangen hat alles 2003 und schon nach drei Jahren arbeiten 150 Menschen für ihn, die 15 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Kritiker meinen, es würde sich um ein Schneeballsystem handeln. Göker ist der beste Verkäufer, den es gibt, sagen seine Bewunderer. Gerne präsentiert er seinen Erfolg: Fährt Ferrari, Porsche und einen Rolls Royce Cabrio, sponsert Boxweltmeister Arthur Abraham und hat mit MEG Göttingen einen eigenen Basketball Bundesliga-Verein.
Göker legt Wert darauf, seine Mitarbeiter zu motivieren: durch regelmäßige Ansprachen, großzügige Belohnungen, durch öffentliches Lob oder auch Bloßstellen, wenn jemand nicht die anvisierten Verkaufszahlen erreicht hat. Er schafft es, einen Kult um MEG zu erzeugen, dem sich die Mitarbeiter nur schwer entziehen können. MEG ist nicht nur Arbeitgeber, MEG ist ein Lebensstil.
Im August 2009 lässt Göker Guido Westerwelle nach Kassel einfliegen, plaudert mit ihm darüber, dass sich Leistung in Deutschland nicht lohnt und es zuviel Neid gibt. Und verspricht beim Abendessen eine 70.000 Euro Spende. Tatsächlich kommt es nie zu dieser Spende, weil Göker damals schon in finanzielle Bedrängnis geraten war.
Denn im Herbst 2009 wendet sich das Blatt – endgültig. Die MEG AG muss Insolvenz anmelden. Am Ende bleiben 50 Millionen Euro Forderungen offen. Doch ein Mehmet Göker gibt nicht auf, auch wenn sich scheinbar alle gegen ihn verschwören.
VERSICHERUNGSVERTRETER ist ein Film über Aufstieg und Fall des Kasseler Unternehmers Mehmet Göker, über Gier, Größenwahn und die Arbeitsweise deutscher Versicherungskonzerne.
Eröffnungsmusik: Contra. (Justus Wilcken und Thomas Tietz)
00:00:00 / none /
Schon im sechsten Jahr stellt DJ Schmoove zum Anlass der Eröffnung des Dokfestes ein musikalisches Projekt zusammen, welches den Anspruch verfolgt, in der jeweils aktuellen Konstellation und mit dem Programm des Abends als exklusive Prämiere präsentiert zu werden. Das Duett „Contra.“ (gesprochen: Kontrapunkt) tritt zur Eröffnung erstmals gemeinsam vor Publikum auf. Justus Wilcken und Thomas Tietz, beide gebürtig aus Kassel, verbinden elektronische Beats mit live gespieltem Kontrabass. Dabei experimentieren sie effektvoll mit der Stimme des Bassisten und Gesangstudenten Justus Wilcken, während der bereits einschlägig aus der Electroszene bekannte Musiker und Produzent Thomas Tietz (daspoolstudio.de) für rhythmische Untermalung sorgt.
Konzept und Umsetzung: Schmoove (Cosmodance)