Ein Ton Blau
Sonntag 13.11.2011 / 21:45 h / Filmladen
Ein Ton Blau
Regie: M.X. Oberg
Produktion: Claudia Steffen, Christoph Friedel
Kamera: M.X. Oberg
Weltpremiere
Deutschland, / 01:20:00 / deutsch / englische UT
Gibt es zu viel Kunst? Zu viele Künstler und Künstlerinnen? Wie entsteht Kunst? Wer bestimmt die Preise? Kann man von Kunst leben oder nur für sie?
Dieser Film führt uns in Ateliers, Galerien, Museen und Bars und unternimmt dabei eine ebenso amüsante, wie geduldige Feldforschung über die Kunst und wie man mit ihr lebt.
Der Filmemacher M.X. Oberg präsentiert nach drei Spielfilmen nun seinen ersten Dokumentarfilm. Drei Jahre lang hat er Menschen zu zeitgenössischer Kunst und Musik befragt, in den Ateliers von Paris, Berlin und Barcelona Stimmungen eingefangen. In deutschen Kunsthochschulen und Akademien führte er Gespräche mit Studierenden und Dozenten. Er interviewte Kuratoren und beobachtete Besucher auf Ausstellungen. Er befragte den Kunstsammler Harald Falckenberg nach seiner wahren Motivation und ist einem Museumswärter begegnet, der jeden Tag seine Schritte zählt, während er moderne Skulpturen umrundet. Herausgekommen ist dabei eine Art Feldforschung über die Entstehung von Kunst, über unsere Wahrnehmung, das Gefühl der Übersättigung und die Frage nach dem Sinn von Kunst.
U.a. mit Eugen Blume, Harald Falckenberg, Walter Dahn, Stephan Guillais, Claudia Rahn und Jonathan Meese sowie Archivmaterial von Joseph Beuys, Yves Klein und Peter Land.
Mensch, habe ich ein historisches Gefühl im Bauch und ich weiß trotzdem nichts über mich
Regie: Jos Diegel
Weltpremiere
Deutschland, / 00:05:00 / none / deutsche UT
Montage ist auch immer eine Demontage. Identität wird als Fiktion, als historisch produziert erfahrbar. Mensch, habe ich ein historisches Gefühl im Bauch und trotzdem weiß ich nichts über mich. Als Ort der Distanz ist der Ort der Kunst ein begehrter Schauplatz der Revolte. Die Auslagerung des Kampfes von den tatsächlichen Schlachtfeldern ist nichts als plane Unzuständigkeit. Der Gestus der Revolution in der Kunst bleibt bloße Pathosformel. Dabei begegnet der Held immer dem Zeichnen der Revolution und ohne sie zu vollziehen, schickt er sich, die Attribute des Revolutionärs oder des Konterrevolutionärs zu übernehmen. Schnell wird der romantisch-politische Künstler zum spektakulären Selbstperformer. (Jos Diegel)