Mamnou
Sonntag 13.11.2011 / 12:45 h / Filmladen
Mamnou
Regie: Amal Ramsis
Produktion: Amal Ramsis
Kamera: Amal Ramsis
A38-Produktions-Stipendium
www.auxdocks.com
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Ägypten, / 01:06:00 / arabisch / englische UT
Als sie ihren Film im Oktober 2010 zu drehen begann, dachte die ägyptische Regisseurin Amal Ramsis nicht einmal im Traum daran, dass drei Monate danach die tatsächlichen Ereignisse in Kairo das Ende des Films bestimmen würden. MAMNOU zeigt die Stimmung, die im Land vor dem Ausbruch des Volksaufstands am 25. Januar 2011 herrschte. Er dokumentiert hautnah die Bedeutung des Wortes „verboten“ und seine Auslegungen im politischen und sozialen Alltag Ägyptens. Aus der kreativen Idee von Amal Ramsis wurde unerwartet eine Dokumentation der aufgestauten Wut, die zum Aufstand vom 25. Januar führte. An jenem Tag wurden viele Fragen, die der Film aufwirft, beantwortet. So befragt sie in Zeiten des wachsenden Aufbegehrens ihre Landsleute, ob sie noch zählen, gegen wie viele Gesetze sie heute verstoßen hätten. Könne man dies überhaupt noch zählen? Ramsis zeigt, wie die Bürger in einem Staat der absoluten Reglementierung ihren Alltag bestreiten mussten und wie der Einzelne damit umgegangen ist. Bis dieser Traum der Revolution Wirklichkeit wurde…
„Heute folgen wir weiterhin diesem Traum, der die Revolution beginnen ließ“, so Ramsis. „Vieles sollte sich verändern, vor allem Gesetze und die gesamte Situation, die Männer wie Frauen in unserer Gesellschaft unterdrückte“. Nun, so räumt sie ein, sei es möglich, durch die Straßen Ägyptens zu gehen und öffentlich einen Film zu drehen. Etwas, das vor einem Jahr noch völlig unmöglich schien. MAMNOU hilft uns, die Erinnerung daran wach zu halten.