Spuren des Verbrechens
Sonntag 13.11.2011 / 22:15 h / BALi Kinos
Verbrechen geschehen immer und überall. Und so werden in Film und Fernsehen jeden Abend, mal mehr mal weniger überraschend, Verbrecher wie am Fließband gestellt und überführt. Doch nicht mit uns! In diesem Programm geht es um geheimnisvolle Subjekte, undurchsichtige Situationen, verwischte Spuren, vage Vermutungen und fragwürdige Analysen. Dabei sind nicht nur die Titel der einzelnen Filme rätselhaft. Was dort genau geschieht, ist nicht erkennbar, die Hinweise und Spuren sind verschwommen und unsichtbar. So bleibt in diesen sieben Betrachtungen vieles ungeklärt und ungewiss.
The Streets of the Invisibles
Die Polizeiserie der 1970er im Kostüm von Google Street View. Ein Found-Footage-Film unter der ausschließlichen Verwendung von Google-Bildmaterial (Street View, Earth & Maps) und Tonmaterial aus der Original TV-Serie „The Streets of San Francisco“.
A Killer Reunion
Eine Ansammlung zwielichtiger Charaktere in einem Wohnzimmer. Ein Mann in Uniform versucht zu klären, was vorgefallen ist, doch trifft er immer auf ein und dieselben Reaktionen.
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Ein Mann wandert durch eine Landschaft und analysiert die Umgebung. Seine Erzählung lässt einen neuen Blick auf die Natur entstehen. Das bewusste Kalkül, mit dem er den Ort überprüft, lässt zweifelhafte Absichten vermuten.
Sekimas
Drei Männer, drei Geschichten, drei Geheimnisse. Der Zuschauer folgt drei unbekannten männlichen Personen durch Vilnius. Dabei wird die bestehende Unsicherheit und Beklemmung durch das visuelle und musikalische Arrangement verstärkt. Wer folgt hier eigentlich wem?
Manque de preuves
Wie soll man Beweise für das Unfassbare finden, das Undokumentierte belegen? Mündlich wiedergegebene Tatsachen beurkunden, unsichtbare Verbrechen nachweisen? Sind wir an einem Punkt, an dem selbst die eigene Existenz als Beweis nicht genug ist?
Mijn inbreker en ik
Der Protagonist des Films, ein junger Künstler, wird seines aktuellen Projektes beraubt, ein Einbrecher hat seinen Laptop gestohlen und alle Dateien gelöscht. Anfangs aus reiner Neugier, macht sich Modiri auf die Suche nach „seinem Einbrecher“, doch wird sein Streben nach Vergeltung bald zur Obsession und die Geschichte und Charaktere verstricken sich in einem Geflecht aus Dokumentation und Fiktion.
Untitled
In Neil Beloufas kaleidoskopischer Arbeit wird die Diskrepanz zwischen Bild und Ton erhöht. Dazu untermalen widersprüchliche Zeugenaussagen die Unzuverlässigkeit von Eindrücken und verdeutlichen die Subjektivität der Wahrnehmung.