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Grußwort von Stadtrat Thomas-Erik Junge,
Kultur- und Schuldezernent der Stadt Kassel
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Filmfreunde,
einen cineastischen Höhepunkt in Kassel, auf den man sich freuen kann,
bildet auch in diesem Jahr das 18. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest,
das im Laufe seiner Geschichte zu einer Kulturinstitution avanciert ist.
Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest ist ein Ereignis, das den
Zuschauern einen Überblick über das nationale und internationale
Dokumentarfilmgeschehen vermittelt und auf breiter Basis über das
künstlerische Film- und Videoschaffen informiert.
Es ist aber auch ein wichtiger Treffpunkt für Theorie und Praxis im Sinne
eines grenz- und genreüberschreitenden Dialoges. So lädt die Fachtagung
»interfiction« mit dem diesjährigen Thema »Streaming Media im WWW
zwischen Kunst, Kulturindustrie und Kommerz« zum Austausch von
Information und Meinung ein.
In der das Festival begleitenden Ausstellung MONITORING werden
Medieninstallationen gezeigt in diesem Jahr sogar auf größerer Fläche
im Südflügel des Kasseler KulturBahnhofs. Unter den insgesamt
17 internationalen Künstlerinnen und Künstlern befinden sich auch renommierte Namen wie
Jörg Herold oder Stan Douglas, der in diesem Jahr den Arnold-Bode-Preis erhalten hat.
Als herausragendes Sonderprogramm des Festes möchte ich auf die Reihe »Wiedervorlage d5 documenta und Film« hinweisen, die durch die gelungene Zusammenarbeit mit dem documenta Archiv, im Rahmen seines 40. Jubiläums, entstanden ist. Hier werden den Zuschauern Einsichten in die historischen Zusammenhänge, die Entwicklung und den wachsenden Stellenwert von Videokunst und Film innerhalb der Präsentation zeitgenössischer Kunst ermöglicht. Außerdem erhalten die Besucherinnen und Besucher durch Mark Nash, Kokurator der Documenta11, einen Ausblick auf die Filmsektion der D11 im nächsten Jahr.
Das diesjährige Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest wird zum ersten Mal durch das europäische Förderprogramm MEDIA Plus unterstützt. Diese Förderung honoriert die europäische Dimension des Festivals und die Qualität des Programms.
Das ist ein großer Erfolg, der gleichermaßen Anerkennung für die geleistete Arbeit und Ansporn für die Zukunft ist.
Die Auswahl des Programms des 18. Dokumentarfilm- und Videofestes zeichnet sich insbesondere durch aktuelle politische und gesellschaftliche Themen und Bezüge aus. So untersuchen die Beiträge »Do it« und »Starbuck« das Phänomen des Terrorismus. Das Video »Where Women are banned« berichtet über die Lebenssituation von Frauen im Afghanistan der Taliban.
Schon für viele regionale Filmemacher war die Präsentation ihrer Arbeiten während früherer Dokumentarfilm- und Videofeste ein wichtiger Schritt für ihre weitere Karriere. So werden auch in diesem Jahr &Mac221;nordhessische&Mac220; Filme und Videos gezeigt, die in der Mehrzahl von Studentinnen und Studenten der Kunsthochschule Kassel stammen. Auch
in der Ausstellung MONITORING werden Arbeiten aus Kassel vertreten sein.
Erstmals werden auf dem 18. Dokumentarfilm- und Videofest Förderpreise für den Nachwuchs vergeben. Neben dem »Werkleitz Award 2001« für den innovativen Einsatz digitaler Medien im künstlerischen Bereich verleiht die Regionalzeitung HNA den »Goldenen Herkules« für die beste filmische Produktion aus Nordhessen.
Ich wünsche dem Festival viel Erfolg, und ich danke den Initiatoren für ihr Engagement.
Thomas-Erik Junge
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