|

Grußwort von Stadtrat Thomas-Erik Junge,
Kultur- und Schuldezernent der Stadt Kassel
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Filmfreunde,
im Jahresprogramm KasselKultur2002 gab es bislang viele markante Höhepunkte, denen man mit Freude und Spannung entgegen sehen konnte und die auf immer neue Art und Weise das Kasseler Kulturleben bereichert haben. Nun im Spätherbst des Jahres gehört das 19. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest dazu.
Anfänglich als reines Dokumentarfilmfest vom Filmladen Kassel konzipiert, ging die Entwicklung gemeinsam mit den Veränderungen der Medienlandschaft weiter.
So wurde das damals noch neue Ausdrucksmittel Video als Kunstgattung ins Programm aufgenommen und auf die Neuen Medien und deren Einfluss auf das künstlerische Schaffen wurde verstärkt das Augenmerk gerichtet. Inzwischen hat sich dies als richtig und sehr zukunftsträchtig erwiesen. Heute ist das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest ein Ereignis, das die Neuen Medien, wie etwa Video, DVD und Internet mit dem traditionellen Medium Film zusammenführt und damit gleichzeitig einen spannenden Dialog zwischen Traditionellem und Neuem ermöglicht.
Die Präsentation von Filmen und Videos wird auch in diesem Jahr ergänzt durch die Ausstellung MONITORING, die 15 Medieninstallationen von Künstlerinnen und Künstlern aus Kanada, Österreich, der Schweiz und Deutschland zeigt - und durch die Fachtagung »interfiction«, die zu einer interdisziplinären Debatte zum Thema »arteFaction! Kunstfehler in/als Medien« einlädt.
Das Dokumentarfilm- und Videofest stellt damit für Film- und Videokünstler und deren Publikum ein weiterführendes Diskussionsforum dar, in dessen Rahmen die technologischen Entwicklungen unserer Zeit Anregungen und Diskussionsstoff bieten. Das gleiche gilt für ein engagiertes und unterhaltsames Programm, das einen Überblick über die gegenwärtig aktuellen Formen dokumentarischer und künstlerischer Arbeiten mit den Medien Film und Video ermöglicht.
Darüber hinaus ist das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest eine angesehene Plattform zur Förderung des regionalen und nationalen Nachwuchs auf dem Gebiet der avantgardistischen Film- und Medienkunst.
Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr einen mit 2500 _ dotierten Förderpreis des Kulturdezernats verleihen werden. 13 Arbeiten sind hierfür nominiert. »Der Goldene Schlüssel«, so der Name des Preises, soll eine überragende dokumentarische Nachwuchsarbeit würdigen. »Der Goldene Schlüssel«, mit Bezug auf das gleichnamige Märchen der Brüder Grimm, soll für den Preisträger, die Preisträgerin hilfreich sein, sich ein Stück vielversprechender Zukunft »aufzuschließen«.
Ich wünsche den Organisatoren des Festivals viel Erfolg, den Fachleuten wichtige Impulse und uns, dem Publikum, Freude und Anregung.
Thomas-Erik Junge
|