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Grußwort von Frau Staatsministerin
Ruth Wagner
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Filmfreunde, Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Gäste des 19. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes.
Erneut ist es dem Team des Filmladen Kassel gelungen, ein spannendes wie unterhaltsames Festivalprogramm zusammenzustellen und mit 242 Filmen und Videos in 49 Veranstaltungen ist dieses so umfangreich wie noch nie zuvor. Und ganz besonders freue ich mich natürlich, dass 39 Filme und Videos aus Hessen im Programm vertreten sind.
Um der Fülle des Gezeigten gerecht zu werden, wurde sogar eine Verlängerung der Festivalzeit um einen Tag notwendig. Die hohe Zahl der eingereichten wie gezeigten Arbeiten sind Ausdruck der weiter gestiegenen Popularität des Festivals. Viele Nachwuchskünstler aus der ganzen Welt wie auch aus Kassel und Hessen zieht es mittlerweile mit ihren neuen Produktionen nach Kassel. Für sie stellt sicherlich der in diesem Jahr erstmals vergebene Preis für die beste dokumentarische Nachwuchsarbeit einen zusätzlichen Anreiz dar. Damit profiliert sich das Festival weiter als ein Sprungbrett für angehende Film- und Medienschaffende. Dass die inhaltliche Mischung aus Dokumentarfilmen und -videos, künstlerischen und experimentellen Arbeiten im Zusammenspiel mit der Ausstellung MONITORING und der Fachtagung »interfiction« aufgeht, hat das Festival bereits eindrucksvoll im letzten Jahr mit einer Verdopplung der Zuschauerzahlen bewiesen. Ich bin mir sicher, dass auch die im diesjährigen Programm gesetzten Akzente großen Anklang bei Publikum und Fachbesuchern finden werden. So stellt das Festival interessante Bezüge zu den Ereignissen des vergangenen Jahres her. Gleich drei Veranstaltungen setzen sich mit dem 11. September 2001 auseinander. Auch der Amoklauf in der Erfurter Schule wird thematisch aufgegriffen. So hinterfragt ein Dokumentarfilm den Einfluss von Computerspielen auf die Gewaltbereitschaft Jugendlicher, der diesen durch die Medien gern ungeprüft zugeschriebenen wurde. Und gleichzeitig lässt die »PainStation« in der Ausstellung den virtuellen Schmerz der Computerspieler real werden. Den schönen Dingen und Künsten dagegen widmen sich eine Vielzahl von Arbeiten, die u.a. die zu Ende gegangene Documenta11 noch einmal ins Gedächtnis rufen.
Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest trägt seit Jahren dazu bei, Hessen als Film- und Medienstandort national und international bekannt zu machen. Um diesen Effekt zukünftig weiter zu verstärken, hat die Hessische Filmförderung für dieses wie auch die anderen hessischen Filmfestivals den Etat erhöht.
Allen Besuchern wünsche ich anregende Festivaltage.
Ruth Wagner
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