Golden Cube
Der „Golden Cube“ ist der Preis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen für die beste Medieninstallation der Ausstellung MONITORING des 20. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes. Das Kuratorium der Ausstellung hat 15 Arbeiten aus ca. 230 Einreichungen ausgewählt, die während des Festivals im Südflügel und an anderen Orten des Kulturbahnhofs Kassel ausgestellt werden. Die Jury besteht aus 2 Künstler/innen, 2 Kuratorinnen und einem Kunstwissenschaftler, sie wird die überzeugendste Medieninstallation mit dem „Golden Cube“ auszeichnen, der mit 2.500 Euro dotiert ist.

Zwischen dem „White Cube“ des Ausstellungsraumes zeitgenössischer Kunst und der „Black Box“, dem schwarz gestrichenem Präsentationsraum für Filme, nimmt der „Golden Cube“ eine Zwischenposition ein, indem er sich ausdrücklich für das Zusammenspiel räumlicher und audio-visueller Aspekte der Medieninstallation einsetzt.
Die Trophäe des „Golden Cube“ wurde von der Künstlerin Kordula Klose gestaltet.


Die Jury:


Iris Dressler
geb. 1966 in Neuss, Studium der Kunstgeschichte in Marburg und Bochum. Kuratorin (seit 1995); Initiatorin und Leiterin (gemeinsam mit Hans D. Christ) des hartware medien kunst vereines in Dortmund (gegründet 1996). Seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums am Ostwall in Dortmund für den Bereich Medienkunst.



Brigitte Kölle
freiberufliche Publizistin und Kuratorin. 1992/93 Kuratorin der Sammlung Froehlich, Stuttgart; 1993-97 Kuratorin der Kunsthalle Portikus, Frankfurt am Main. Seit 1999 „Adjunct Curator" am Institute of Visual Arts (inova), Milwaukee, USA. Herausgeberin zahlreicher Publikationen zur zeitgenössischen Kunst. Arbeitet zurzeit an einem Buch über Konrad Fischer, das unter dem Titel „Okey Dokey Konrad Fischer" 2004 erscheinen wird.



Dr. Holger Kube Ventura
geb. 1966, lebt derzeit in Berlin und arbeitet als Kunstwissenschaftler. Wichtige Projekte waren z.B. „Dekonstruktion & Video“ (1994), „Surfing Systems“ (1996), “Sub Fiction“ (1998), „Falster Versuchsgelände“ (1999), „Theorie – Politik“ (2001), „Politische Kunst Begriffe“ (2002), „Zugewinngemeinschaft“ (2002). Seine Gratulation zum Jubiläum a.a.O. ist ein readymade.





Prof. Urs Lüthi
geb. 1947 in Luzern. Professor an der Kunsthochschule in Kassel seit 1994. Lebt und arbeitet in München und Kassel. Zahlreiche Ausstellungen, z.B documenta 6 (Kassel 1977), Galerie im Lenbachhaus (München 2000) oder Bienale di Venezia (2002). Seit 1968 beschäftigt sich Lüthi mit Fotografie, deren Gegenstand er selbst ist. In raumgreifenden Inszenierungen mit Plastiken und computerbearbeiteten Bildern formuliert er Themen wie das Changieren zwischen femininer und maskuliner Erscheinung oder die allumfassende Freizeitkultur der Gegenwart.



Merel Mirage
lebt und arbeitet als Medienkünstlerin in Amsterdam. Sie hat bereits in Nicaragua, Japan, Tibet, Deutschland und im Internet gelebt und gearbeitet. In ihrer Arbeit untersucht sie die Assimilation und die Konflikte in verschiedenen Kulturen und Realitäten. Sie wurde bereits mit Preisen ausgezeichnet und in 25 Ländern ausgestellt, wie z.B. Stedelijk Museum (Amsterdam), Reina Sofia Museum (Madrid), ICA (London), Internationales Filmfestival in Rotterdam und Bienale di Venezia.



Nominierungen für den »Goldenen Cube«
Preis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen für die beste Medieninstallation

Franz Alken (machines will eat itself - ), Claudia Aravena Abughosh (Greetings from Palestina), Marco Di Carlo, Alexander Gourko, Petra Lange, Lars Roth, Arnold von Wedemeyer (Konzert für 10 Jalousien), Courtney Egan (Chaos Hags), Nezaket Ekici (Hullabelly for Turkish Women), Harun Farocki (Auge / Maschine II), Oliver Held (Meanwhile-2, Neck), Arthur Kleinjan (Traverse), Kooperation PRIVAT: Jörg Finus, Torsten Hennig (Reservoir), Holger Mader, Alexander Stublic, Heike Wiermann, Thomas Köner (But over the edges), Jennifer Michel (Anima), Corinna Schnitt (Freizeit), Björn Schülke (Modulator #1), Martijn Veldhoen (Momentum), Florian Zeyfang (Complaintes)