Grussworte
Grußwort des Hessischen Ministers
für Wissenschaft und Kunst

Liebe Freunde des Films,
Bereits im vergangenen Jahr hatte ich mich in meinen Grüßen an die Veranstalter dieses Festivals über die enorme Resonanz aus der Branche gefreut. Ich konnte damals nicht ahnen, dass es in diesem Jahr abermals eine deutliche Steigerung des Interesses geben würde: 2200 Beiträge sind eingereicht worden, 2004 waren es noch 1800. Genau um zehn Prozent stieg auch die Zahl der Filme, die wir während des 22. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes erleben können, es sind 41 Lang- und 192 Kurzfilme aus 31 Ländern! Die internationale Dimension passt offensichtlich hervorragend in das Förderkonzept der Europäischen Union, die das „Dok-Fest“ nun schon das vierte Mal aus dem MEDIA-Programm finanziell unterstützt.
Besonders attraktiv ist wieder die große Vielfalt der Beiträge zum Thema audiovisuelle Medien, sowohl auf der Leinwand, als auch in der Diskussion während der Fachtagung. Das aktuelle Programm orientiert sich auch 2005 wieder ganz am Puls der Zeit, ich denke hierbei vor allem an den Schwerpunkt „Video Reporting“ oder an die begleitende Ausstellung „Monitoring“, die sich am Beispiel von 16 Medien-Installationen unter anderem mit der Kamera-Überwachung privater und öffentlicher Räume beschäftigt.
Für das Festival mit seinem einzigartigen Profil möchte ich den engagierten Veranstaltern, den zahlreichen Mitwirkenden wie auch allen Besuchern alles Gute wünschen: spannende Filmtage in Kassel sowie intensive und anregende Diskussionen zu den aktuellen Themen.

Udo Corts, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst



Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Kassel

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Filmfreunde,
seit über 20 Jahren gibt es das viel beachtete Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest. Das Festival präsentiert traditionell aktuelle dokumentarische Film- und Videoarbeiten aus dem In- und Ausland, es legt aber auch gleichzeitig einen wichtigen Schwerpunkt auf die Entwicklung der neuen Medien und deren Einfluss auf das künstlerische Schaffen.
Die Bedeutung des Festivals für Kassel spiegelt sich auch in einem stetig wachsenden umfangreichen Programm wider: Noch nie kamen so viele Filme zur Aufführung – immerhin 233 aus 31 Ländern – dazu die Ausstellung MONITORING, DokfestLounge, die Tagung „interfiction“ und das Sonderprogramm „Video Reporting“.
Daneben hat sich das Festival mittlerweile als wichtige Bühne für den Nachwuchs entwickelt – und so freut es mich besonders, dass es gelungen ist, mit dem „Goldenen Schlüssel“ einen von der Stadt Kassel initiierten Nachwuchspreis mit dem Festival fest verbinden zu können. Dieser Preis, für den sich in diesem Jahr 51% aller Einreichungen beworben haben, wird eine überragende dokumentarische Nachwuchsarbeit würdigen.
Die Ausstellung MONITORING befasst sich mit aktuellen raumbezogenen Positionen der Medienkunst, die heute spartenreicher denn je ist, denn immer wieder geben technologische Innovationen den Anstoß für neue Kunstrichtungen. In der Ausstellungshalle Südflügel des KulturBahnhofs werden 16 zeitgenössische künstlerische Arbeiten gezeigt. MONITORING wird dabei in diesem Jahr erstmalig von einer Einzelausstellung- Filminstallation von Rosa Barba im Kasseler Kunstverein begleitet.
Wenn auch Kassel aus dem Bewerbungsprozess um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2010 ausgeschieden ist, so zeigt sich, dass der dabei entstandene Netzwerkgedanke weiterlebt. Das Dokumentarfilm- und Videofest schöpft die sich entwickelnden Programmpunkte aus bewährten gewachsenen und auch neuen inspirierenden Kooperationen: sei es für die Ausstellung MONITORING mit dem Filmladen, Kasseler Kunstverein, dem Museum Fridericianum mit einem Filmprogramm der Ausstellung „50 Jahre documenta“ oder dem Museum für Sepulkralkultur mit einem eigenen Programmpunkt zum Thema Tod. Einer der wichtigsten Kooperationspartner ist dabei seit Jahren die Kunsthochschule, die mit dem filmischen Fachbereich die Brutstätte für produktive und kreative junge Filmemacherinnen und Filmemacher ist.
Ich danke den Initiatoren für ihr Engagement und wünsche allen Besuchern anregende Festivaltage.

Thomas-Erik Junge, Bürgermeister der Stadt Kassel