Der goldene Schlüssel
Mit Unterstützung der Stadt Kassel können wir zum vierten Mal den Preis „Der Goldene Schlüssel“ für die beste dokumentarische Nachwuchsarbeit vergeben. Für diesen Preis zugelassen sind Filme und Videos, deren Regisseur/innen unter 35 Jahre sind. Die Auswahlkommissionen des Festivals haben aus dem Programm 11 Arbeiten für den „Goldenen Schlüssel“ nominiert. Neben mehreren deutschen Produktionen finden sich darunter auch Arbeiten aus den USA, Österreich, Dänemark und Litauen. Abgesehen vom materiellen Gewinn von 2.500 € soll der dem gleichnamigen Grimmschen Märchen entlehnte „Goldene Schlüssel“ zugleich helfen, Türen für die weitere filmische Karriere zu öffnen. Erstmals wird die Jury auch eine der nominierten Arbeiten für das delicatessen-Projekt auswählen. Die dabei anfallenden Kosten für das digitale Encoding des Films werden von der Salzgeber & Co. Medien GmbH gesponsert.

The Festival is happy again to award for the fourth time “The Golden Key”, an Award for the best young generation documentary Film and Video. The City of Kassel donates the amount of 2,500 € to one international documentary director not older than 35 years. After the pre-selection, eleven works have been nominated.
For the first time the jury will also select one of the nominated works for the Delicatessen Project. The costs incurred for the digital encoding of the film will be sponsored by the Salzgeber & Co. Medien GmbH.



Jury

Gabriela Bussmann, geboren 1956 in Zug in der Schweiz arbeitete sie nach einem kaufmännischen Studium in den 1980er Jahren im Filmhaus in Zürich zusammen mit dem Produzenten George Reinhart. Die wichtigsten nationalen Filme wie internationale Koproduktionen wurden damals in diesem Haus produziert. Es folgten Jahre, wo sie als unabhängige Produktions- und Aufnahmeleiterin gearbeitet hat. Darauf beschließt sie, ihre Tätigkeit neu auszurichten und leitete zusammen mit Jean Perret die Dokumentarfilmsektion, Semaine de la critique in Locarno. Seit 1995 ist sie Co-Leiterin des Internationalen Filmfestival, Visions du Réel, in Nyon.


Christian Cloos, studierte Film- und Fernsehwissenschaften, Kunstgeschichte und Germanistik in Frankfurt und Mainz. Seit 1989 ist er beim ZDF in der Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“ tätig. Für den Sender entwickelte er neue Formate, darunter bekannte Reihen wie „Lost in Music“ oder „Fantastic Voyages“. Seit 1997 betreut er als Redakteur des Kleinen Fernsehspiels Spiel- und Dokumentarfilme von Nachwuchstalenten, darunter preisgekrönte wie „Bungalow“ oder „Der Glanz von Berlin“.
Nicola Hochkeppel, geboren 1972 in Köln. Nach einer Ausbildung zur Verlagskauffrau Arbeitsaufenthalte und Studium (Film/ Kulturelle Kommunikation) in New York, London und Berlin. Magisterabschluss mit dem Dokumentarfilm BILDUNGSCAMPER. Der Blick des Patriarchen (Lobende Erwähnung Goldener Schlüssel 2004). Seit 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin (Film im Fernsehen) Humboldt-Universität Berlin/ DFG.


Thomas-Erik Junge, geboren 1948, Studium der ev. Theologie in Mainz, Stadtverordneter in Wiesbaden, Stadtrat und Kämmerer in Bad Hersfeld, Februar 2000 bis Dezember 2003 Dezernent für Kultur und Schule, seitdem Bürgermeister in Kassel.


Björn Koll, studierte Wirtschaft, Psychologie und Theaterwissenschaften in Berlin. 1994 wurde Koll Generaldirektor und Hauptaktionär der Salzgeber & Co. Medien GmbH. Der engagierte Filmverleih hat 2004 gemeinsam mit acht Partnern das digitale Kino im Rahmen des delicatessen-Projektes auf 175 Leinwänden in Europa eingeführt.



Die Nominierten The Nominees
Oksana Buraja, Marcel Wyss, Susanne Messmer/George Lindt, Blue Hadaegh/Grover Babcock, Michael Madsen/Jeppe Debois Baandrup/Morten Kjems Juhl, Florian Schewe/David Nawrath, Gert Bendel, Roland Renner, Maria Mohr, Michael Koch, Susanne Jäger



Der goldene Schlüssel
Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, musste ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er wo der Schlüssel wäre, müsste auch das Schloss dazu sein, grub in die Erde und fand ein eisernes Kästchen „Wenn der Schlüssel nur passt!“ dachte er, „es sind gewiss kostbare Sachen in dem Kästchen.“ Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein dass man es kaum sehen konnte. Er probierte und der Schlüssel passte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten bis er vollends aufgeschlossen und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen. (Brüder Grimm)