So, 13.11. / 18:00
70+
Nach über 70 Jahren gelebter Zeit kann man des Lebens müde sein und den letzten Abschnitt kraft- und freudlos betreten. Andere genießen den Müßiggang und die tägliche Wiederholung der Rituale. Und dann sind da auch noch die zu sehen, die überhaupt nichts von ihrer Energie eingebüßt haben. Ihr Schwung dürfte jeden Zuschauer neidisch werden lassen.

After more than 70 years of time spent living in the world, one can be tired of life and go through the last chapter with little energy or joy. Others enjoy the idlesness of old age and the daily repetition of various rituals. And then there are those who have not lost a bit of their energy. Their vim and verve is sure to make every viewer envious.



Spielgefährten
Ines Thomsen
Deutschland 2004, 7 Min
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Trabrennbahn Mariendorf, Berlin. Beobachtungen der Spieler auf der Zuschauertribüne. Menschen mit grauem Haar und Brille, durch das Fernglas verfolgen sie das Geschehen auf der Strecke. Viele Gesichter, mit dem Ausdruck der Spannung und voller Erwartung. Ein kurzer Film über Hoffnung.


Sunny Side of the Road
Alexander Gutmann
Russland 2004, 13:20 Min.

Ivan Gudkov ist der letzte Überlebende eines Gulags. Er ist ein Mann ohne Vergangenheit und ohne Zukunft. Sein Schicksal ist das Schicksal eines Märtyrers, der niemals ein Held sei wird.
Das Portrait zeigt den alten, kranken Mann mit seinen zwei Hunden in einer ärmlichen Behausung auf der sibirischen Insel Kolyma. Die meditative Stimmung der gefilmten Bilder ruft die fast vergessenen Verbrechen des sowjetischen Regimes ins Gedächtnis, die die Mehrheit der jüngeren russischen Generation ignoriert.

Ivan Gudkov, the central figure of the film SUNNY SIDE OF THE ROAD is a man without a biography, without a past and without a future. He has been filmed in his present – bestial or human? His life is the fate of a martyr who never was and never became a hero.


Winter Swimming
Kenneth Sorento
Dänemark 2004, 9 Min.

Das Sonnenlicht reflektiert im eiskalten Wasser des Meeres. Die Silhouette einer älteren Frau bewegt sich durch den Schnee über einen Steg Richtung Wasser, um ihr tägliches Bad zu nehmen. Egal bei welcher Wetterlage, sie braucht den Geruch des Meeres, den Wind in ihrem Gesicht und den Geschmack des Salzes auf ihren Lippen. Seit 76 Jahren ist sie untrennbar mit dem Meer verbunden.

The sun reflects its light in the ice cold sea. A silhouette of an old woman runs over the snow to take her daily swim. “Regardless of the stations or the weather I need to smell the ocean, feel the wind, and sense the salt every single day”, says Else Høybye. For 76 years the sea has been an inseparable part of her life. A sensitive filmic portrait.


Monotone, mon automne?
Marie-Jeanne Urech
Schweiz 2004, 55 Min.
Deutsche Premiere

Sie heißen Rose, Jacqueline und Nadine und sind Maniküre-Fachfrau, Schriftstellerin und Konzertveranstalterin. Zusammen sind sie 240 Jahre alt, aber alle noch berufstätig. Kein Interesse an Pantoffeln, Kreuzworträtseln, abendlichen Kräutertees, sonntäglichen Zugfahrten, schläfrigen Nachmittagen und eintönigen Wintern! Rose, Jacqueline und Nadine haben völlig anderes vor. Für sie geht das Leben weiter, als wären sie zwanzig Jahre alt – oder fast! Zum Zeitpunkt, da das alternde Europa uns die alten Menschen als eine Last präsentiert, zeigt uns dieser Film die Welt der Pensionierten in einem neuen Licht.

Their names are Rose, Jacqueline and Nadine. They are a manicurist, a writer and a concert organiser. Their combined ages are 240. But still they all work
Slippers, crosswords, herbal teas before bed, Sunday walks, sleepy afternoons and monotonous winters: they’re things of the past. Rose, Jacqueline and Nadine have a completely different programme. Life goes on as if they still were twenty. Or almost!
An ageing Europe still perceives old people as a burden. This film tries to offer a new perspective on the pensioner’s world.