Mi, 09.11. / 17:15
Am Hafen 23

Warum entscheidet sich jemand dafür auf einen Wagenplatz zu ziehen?
Welchen rechtlichen Status haben die deutschen Wagenplätze?
Warum kommt es immer wieder zur Vertreibung dieser Wohnform?
Dieser Film versucht Antworten auf diese und andere Fragen zu finden. Er schildert den Alltag der Bewohner eines Kasseler Wagenplatzes und schafft ein tiefgründiges Porträt von einem der Bewohner, ausgerichtet auf die Frage, wann und warum er sich für dieses Leben entschieden hat.
Er zeigt eine Mutter, die mit ihren zwei Kindern auf diesem Platz lebt, zeigt, welche Anfeindungen und Vorurteile ihr und den Kindern in Schule und Freundeskreis begegnen, und wie sie damit umgehen.
Der Film schildert die Vernetzung der Wagenplatzszene mit ca. 150 Plätzen in ganz Deutschland und beschreibt deren unterschiedlichen rechtlichen Status, ihre unterschiedliche Akzeptanz durch die Regierungsparteien der jeweiligen Kommune.
Zu sehen ist die gewaltsame Räumung des ehemaligen Kasseler Wagenplatzes K18. Als Kontrast hierzu sehen wir den Umgang der Städte Hannover und Lübeck mit ihren Wagenplätzen, welche diese legalisiert und Pachtverträge mit ihnen abgeschlossen haben.
Am Hafen 23
Deutschland 2004
Regie/Buch/Kamera/Schnitt: Fabian Schmalenbach
Ton: Maxim Sacharov, Robert Heckmann
Farbe / 95 Min.
Deutsche Fassung
Weltpremiere
fayby@web.de
NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES
The film presents the everyday life of persons squatting on land in construction trailers at a location in Kassel, Germany. A multifaceted portrait addressing the question of why people choose such a life. In addition, the film provides a well-informed overview of the German construction-trailer squatting scene.

