Fr, 11.11. / 00:00
Kassel animiert / Animation in Kassel
Wenn Kassel animiert, bedeutete das häufig auch, dass „Kassel gewinnt“. Denn die Animationsfilmklasse der Kunsthochschule hat zahlreiche Preise, darunter auch zwei Oscars, in die Stadt geholt. Im Programm sind neueste Produktionen aus dieser und weiteren Klassen der Kunsthochschule sowie der Werkakademie Kassel zu sehen.

Animation in Kassel often means that Kassel comes out a winner. The film animation class at the Kassel Kunsthochschule has brought numerous awards back to the city, including two Oscars. This programme shows the latest productions from this class and others at the Kunsthochscule as well as from the Werkakademie Kassel.



Ego sum Alpha et Omega
Jan-Peter Meier
Deutschland 2005, 7 Min.
www.creaturepark.net

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Aus dem Nichts wird Ego Sum hineinkatapultiert in eine Welt, in der er unbeirrt einen Weg nimmt, der für ihn der einzig mögliche zu sein scheint und auf dem er, seiner eigenen Individualität beraubt, zu einem Teil einer entfremdeten Allgemeinheit wird.

Ego Sum is thrown out of the nowhere into a world in which he follows his way obliviously because it appears to be the only way possible to him. Being deprived of his identity he becomes a part of an alienated collective in the course of his journey.


Tanzpalast
Kwanghee Cho
Deutschland 2005, 5:36 Min.
Europapremiere
kskwanghee@yahoo.de

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Ein Fotoapparat sieht eine Gruppe von Pärchen in einem Tanzpalast verschwinden. Er will seine Passivität verlassen und mit einer der schönen Frauen tanzen. Er klaut durch seine runde Blende die Flügel eines Rabens und folgt den Menschen zum Tanzpalast. Um tanzen zu können, bemächtigt er sich der Beine einer der Männer, aber da er immer noch nicht menschlich wirkt, fürchtet ihn die Tanzpartnerin. Daraufhin entwendet er auch den Kopf eines attraktiven Mannes. Nun kann er endlich mit einer schönen Frau tanzen. Ein zweiter Fotoapparat erscheint und klaut die Frau. Der erste Fotoapparat sieht die Gefahr, aber er kann sich nicht wehren, weil er nun keine Blende mehr besitzt, sondern einen Kopf. Der zweite saugt nun erst den ersten Apparat und im Weggehen die gesamte Szenerie ein. Wenn man auf der Suche nach der eigenen Identität zu sehr seinen Begierden folgt und das eigene Schicksal aus Neid auf das Glück anderer nicht zu akzeptieren lernt, verliert man leicht den Bezug zu seinen tatsächlichen Möglichkeiten und somit zu sich selbst. Ein Fotoapparat will mit einer schönen Frau tanzen. Er versucht sich ihr zuliebe zu verwandeln. Doch dann stellt er fest, dass er mit diesem geänderten Aussehen nicht leben kann.

One Camera looks a group of partner the front of the dancepalace and want to dance with a beautiful lady. The camera pinchs wings of a raven through his round blind and follows the crowd of people to go to the dancepalace. To dance seizes the camera leg of a man, but the camera has not an effect to be human, the dancepartner is afraid of the camera. Thereupon the camera purlions a head from an attractive man. At last the camera dances with a beautiful lady. A second camera appears and steals the lady . The first camera looks the danger , but cannot fight against the second camera, because he has not more only a blind, but also a head. The second camera sucks the first camera and also the dancepalace. If anyone follows the desire too much, losts chances and himself in his life. One camera want to dance with a beautiful lady. The camera try to transform for the sake of her. But he realizes that he cannot longer be alive himself with this changed appearance.


Kotzen
Sarah Paar
Deutschland 2005, 2 Min.
sarah.paar@web.de

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Eine junge Frau hat aus Versehen beim "Sich-Schick-Machen" ihre ganzen Innereien ausgekotzt. Doch wozu die Panik? Alles Schlechte birgt doch sein Gutes!


Phänotyp
Ulf Ligniez
Deutschland 2005, 6:20 Min.
ulfligniez@gmx.de

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Betrug und Selbstbetrug und die Frage: Wer gehört zu mir?
Über Monate wartet eine Frau darauf, dass ihr Mann aus dem Krieg kommt. Vergeblich. Gerade als sie die Hoffnung begraben und ein neues Leben begonnen hat, kehrt er doch noch nach Hause zurück. Ein Nachkriegsproblem und seine ungewöhnliche Lösung.
Technisch handelt es sich um eine Kombination collagierter Originalfotos zerstörter deutscher Städte als Hintergrund mit der Comic-Ästhetik der 50er-Jahre. Eine Kurzstudie, zugleich anrührend und komisch
.

A postwar problem and its strange solution. After years of war, a young woman has given up hope to ever see her husband again. Just as she has started a new life he returns unexpectedly. Will they be able to continue life together? This film is about deception, denial and the question who belongs to me?


Eine Frau geht ihren Weg!
Jonas Spriestersbach
Deutschland 2005, 0:49 Min.
Weltpremiere
Drei_Reisende@web.de, roth@bewegteflaeche.de

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Eine Frau geht ihren Weg! Mensch gegen Maschine, Schöpfung gegen Schöpfer.


Sprache der Blume
Jochen Würges
Deutschland 2005, 3:20 Min.
wuerko@yahoo.de

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES


"Die Sprache der Blume" spricht im Bilde, von der Bewegung ihres Wesens. Durch Metamorphose transzendiert sie in Form und Materie.


Get out of Here
Felix Böttcher
Deutschland , 3:05 Min.
Weltpremiere
hallo@felixboettcher.de

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Der kurze Animationsfilm "Get out of here" ist ein Musikvideo zum gleichnamigen Lied der Göttinger Indie-Rock-Band "Stop the Mo". Der Protagonist findet sich in einer Scheinwelt zwischen Verfolgungswahn und Überwachungsstaat wieder. Die Grenzen von Realität und Fiktion verschwimmen, das System funktioniert, die Flucht bleibt Illusion.


Flächenland
Saskia Schmidt
Deutschland 2005, 4 min.
der_rote_faden@hotmail.com

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Ein Mann im Anzug, aber ohne Schuhe agiert in seiner eigenen zweidimensionalen Welt. Er „baut“ sich auf Kopfsteinpflaster ein Haus aus Klebeband und bemerkt nicht, dass er sich eine andere Welt erschaffen hat. Erst durch das Erblühen einer Pflanze lernt er Gefühle kennen und entdeckt schließlich auch die dritte Dimension.


Schrödingers Katze
Sana Schönle
Deutschland 2005, 5:30 Min.
Weltpremiere
sanamation@hotmail.com

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Ein Physiker verliert bei einem Experiment mit seiner Katze die Kontrolle. Schrödingers Katze – Ein Experiment auf Leben und Tod.


sitzen bleiben schützt allerdings gegen die gefahr zu fallen
Florian Grolig
Deutschland 2005, 1:05 Min.
Weltpremiere
www.20secharmony.de

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Ein Forscher, ich?
Oh spürt dies Wort,
Ich bin nur schwer, so manches Pfund
Ich falle, falle immerfort
Und endlich auf den Grund


Satellites in Love
Katrin Leitner, Walter Peter
Deutschland 2005, 6:30 Min.
Weltpremiere
buntbox@hotmail.com

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Von der Erde aus starten zwei aneinander gekoppelte Satelliten, die sich im All voneinander lösen.
Es beginnt eine turbulente Reise in unbekannte, noch nie zuvor gesehene Gefilde.
Beide taumeln in verschiedenen Sphären umher, meist allein, doch ab und an kreuzen sich ihre Bahnen. Am Ende ihres Weltalltrips treffen sie sich wieder, vereinen sich und spacen an einer Galaxie vorbei in die Unendlichkeit.


X
Raphael Wahl
Deutschland 2005, 6:30 min.
www.rrahh.net

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

Inspiriert durch Stanislav Lems Kurzgeschichten über den Raumfahrer Ijon Tichy, erzählt der Film X ein skurriles Weltraumabenteuer. Ein Astronaut verliert seine Einzigartigkeit und muss seine Identität gegenüber zahlreichen Kopien seiner selbst behaupten. Verlust der Einzigartigkeit und die Frage der Identität stellen die Thematik des Films, die mittels der humoristischen Erzählweise des Trickfilms behandelt wird. Die Geschichte selbst basiert auf einem Gedankenkonstrukt, das sich dem Zuschauer erst am Ende des Films eröffnet.


Leben hinterm Mond
Martin Schiffter
Deutschland 2005, 8:00 Min.
www.zeichentrick.net

NOMINIERUNG: GOLDENER HERKULES

LEBEN HINTERM MOND zeigt die ständige wundersame Verwandlung des Himmelskörpers. Zwei Bewohner streichen ihn Nacht für Nacht – gelb und blau. Wenn es nicht plötzlich Probleme mit dem Gravitationsautomaten und den penetranten Meteoren gegeben hätte, wäre es wohl auch für immer so geblieben.

Never wonder again about the moon changing its look. Two strange men are colouring it night by night. If there wasn’t the problem with the gravity machine and the damn meteors it would have continued for centuries.