

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
Land (Jahr)
Deutschland (2025)
Regie
Wolfgang Becker
mit
Charly Hübner, Christiane Paul, Steffen Jürgens, Leonie Benesch, Daniel Brühl
Genre
Komödie
Laufzeit
113 Minuten
FSK
6
Über 20 Jahre nachdem Regisseur Wolfgang Becker den deutschen Kassenschlager „Good Bye, Lenin“ inszeniert hat, erwartet uns mit „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Maxim Leo sein nächstes Projekt. Leider verstarb der Filmemacher vor der Fertigstellung im Dezember 2024. Seine Freunde haben seine warmherzige Komödie in seinem Andenken vollendet. Michael Hartung scheint vom Pech verfolgt. Der Videothekenbesitzer ist hoffnungslos verschuldet und wird bald von einem ehrgeizigen Journalisten kontaktiert. Dieser ist auf der Fährte einer ganz großen Story: Im Juli 1983 soll Hartung als Mitarbeiter der deutschen Reichsbahn eine Massenflucht aus der DDR organisiert haben. Das ginge aus StasiAkten hervor. Demnach wurde eine SBahn, die in Bahnhof Friedrichstraße angekommen ist, aufs falsche Gleis manövriert, um so die Weiterfahrt nach West-Berlin für alle 127 Passagiere zu ermöglichen. Hartung soll der Strippenzieher dahinter gewesen sein, so stehe es in den Stasi-Unterlagen. Tatsächlich stimmt nur ein Bruchteil davon, doch das liebe Geld, dass Hartung für die Bestätigung der Story geboten wird, ist zu verlockend. Schon kurz nachdem die Story publik gemacht wird, erhält der ehemalige DDR-Bürger zahlreiche Einladungen in Talkshows und macht Bekanntschaft mit Paula. Sie war einst als Kind in dem Zug nach West-Berlin. Während sich zwischen Michael und Paula romantische Gefühle entwickeln, muss Michael sich aus dem Dickicht aus Lügen befreien. Ein humorvoller Film über Geschichte als Mythos, die Tücken Deutscher Erinnerungskultur und das Leben als Spiel des Erinnerns, Vergessens und Erfindens. Ein vergnügliches Lehrstück über die Hierarchie der Geschichtsschreibung und ein Film über die Kraft des Geschichtenerzählens.





















