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Im Reich der Sinne

Originaltitel 愛のコリーダ

Land (Jahr)

Japan, Frankreich (1976)

Regie

Nagisa Ōshima

mit

Eiko Matsuda, Tatsuya Fuji, Aoi Nakajima, Yasuko Matsui, Meika Seri

Genre

Drama, Liebesfilm

Laufzeit

105 Minuten

FSK

18

Anlässlich des 50. Jubiläums des japanischen Skandalfilms „Im Reich der Sinne“ kommt eine neu restaurierte 4K-Version des Meisterwerks von Regisseur Nagisa Oshima in die Kinos. Der Film sorgte seinerzeit für Schlagzeilen. Die Handlung kollidierte gleich auf mehreren Ebenen mit den Moralvorstellungen der Öffentlichkeit. Kichiz und Sada Abe führen eine leidenschaftliche Beziehung. Das Besondere an diesem Verhältnis ist, dass er der Besitzer eines Geisha-Hauses ist, während sie dort als Dienerin und Prostituierte arbeitet. Für Kichiz steigert sich das Verhältnis bis zur Abhängigkeit und er verfällt der schönen Angestellten immer mehr. Das sinnliche und primär auf sexuellen Erlebnissen basierende Verhältnis gerät sukzessive außer Kontrolle , und Kichiz verlässt dafür sogar seine Familie. Zusammen mit seiner Geliebten schottet er sich seitdem von der Außenwelt ab und überwindet eine sexuelle Grenze nach der anderen. Was als lustvolles Spiel beginnt, wird mehr und mehr zur Obsession, die nicht nur die private und berufliche Existenz des Zuhälters gefährdet, sondern bei der es schon bald um Leben und Tod geht. „Im Reich der Sinne“ wurde zu einer Zeit produziert, in der es um die japanische Filmbranche alles andere als gut stand. Das Studiosystem stand 1976 vor dem Zusammenbruch, und kreativen Köpfe wie Oshima hatten mit Traditionen, einer überkommenen Moral und der institutionellen Zensur zu kämpfen. Oshima ist eine zentrale Figur der japanischen Neuen Welle. Er versteht Kino als eine Art Konfrontation, und seine Theorie der Obszönität steht auch im Zentrum seines Werks.

Standbild aus dem Film Im Reich der Sinne
Standbild aus dem Film Im Reich der Sinne
Standbild aus dem Film Im Reich der Sinne
Standbild aus dem Film Im Reich der Sinne
Standbild aus dem Film Im Reich der Sinne