

Lolita lesen in Teheran
Originaltitel Reading Lolita in Tehran
Land (Jahr)
Israel, Iran, Italien (2024)
Regie
Eran Riklis
mit
Golshifteh Farahani, Zar Amir Ebrahimi, Mina Kavani, Bahar Beihaghi, Isabella Nefar
Genre
Drama
Laufzeit
107 Minuten
FSK
12 (Gewalt, Bedrohung, belastende Themen)
Regisseur Eran Riklis erzählt mit „Lolita lesen in Teheran“ die wahre Geschichte von Azar Nafisi, basierend auf ihrem 2003 erschienenen, weltweiten Bestseller „Reading Lolita In Tehran“. Das Buch machte international Furore, weil es auf eindrückliche Weise zeigt, wie Literatur im restriktiven Iran nicht nur zum intellektuellen Austausch, sondern zu einem Akt der Selbstbehauptung werden kann. Während islamische Sittenwächter in Teheran willkürliche Razzien durchführen und Fundamentalisten die Universitäten erobern, versammelt die inspirierte Lehrerin Azar Nafisi heimlich sechs ihrer engagiertesten Studentinnen, um verbotene westliche Klassiker zu lesen. Ungewohnt, aufgefordert zu werden, ihre Meinung zu sagen, legen sie bald ihre Schleier ab, und ihre Geschichten verflechten sich mit den Romanen, die sie lesen: Wie die Heldinnen von Nabokov, F. Scott Fitzgerald, Henry James oder Jane Austen wagen die Frauen in Nafisis Wohnzimmer zu träumen, zu hoffen und zu lieben, während wir die Komplexität des Lebens von Menschen erleben, die politisch, moralisch und persönlich unter Druck stehen. Riklis inszeniert das Drama in poetisch verdichteten Bildern, begleitet von einer sensiblen Filmmusik seines Sohnes Jonathan Riklis. Die Produktion entstand als internationale Koproduktion zwischen Italien und Israel und feierte ihre Weltpremiere 2024 beim Rome Film Fest, wo der Film den Publikumspreis sowie den Spezialpreis der Jury für die weibliche Besetzung gewann.
























