

SechswochenamtTermine geplant ab 11.6.
Land (Jahr)
Deutschland (2026)
Regie
Jacqueline Jansen
mit
Magdalena Laubisch, Lola Klamroth, Suzanne Ziellenbach
Genre
Drama
Laufzeit
98 Minuten
„Sechswochenamt“ ist ein leises, präzise beobachtetes Drama über Trauer in Zeiten kollektiver Krise. Regisseurin und Autorin Jacqueline Jansen verknüpft in ihrem Spielfilmdebüt persönliche Verlustbewältigung mit der gesellschaftlichen Erfahrung der Pandemie. Mit dem Tod ihrer Mutter verliert Lore abrupt jeden Halt. Während sie innerlich in eine Ausnahmesituation gerät, bricht zeitgleich die Corona-Pandemie über die rheinische Kleinstadt herein. Isolation, Kontaktbeschränkungen und soziale Kälte verschärfen Lores Trauer. Das vertraute Miteinander zerfällt, Empathie wird zur Mangelware. Lore beginnt, nicht nur um ihre Mutter zu trauern, sondern auch um den Verlust von Nähe und Gemeinschaft. Getrieben vom Wunsch nach einem würdevollen Abschied archiviert Lore das Leben ihrer Mutter und stemmt sich gegen familiäre Erwartungen und gesellschaftliche Rituale. Die Auflösung der gemeinsamen Wohnung macht endgültig klar: Eine Rückkehr in die Kindheit ist unmöglich. In einem letzten Kraftakt organisiert Lore eine Verabschiedungsfeier – unter widrigsten Umständen und an einem ungewöhnlichen Ort. In diesen sechs Wochen lernt sie, ihre Trauer zuzulassen und zu akzeptieren, dass es keinen richtigen Weg des Abschiednehmens gibt. Der Film stellt Konventionen infrage und zeigt Trauer nicht als klaren Prozess, sondern als widersprüchlichen Zustand.




















