

Nachbeben
Originaltitel Det andet offer
Land (Jahr)
Dänemark (2025)
Regie
Zinnini Elkington
mit
Özlem Sağlanmak, Trine Dyrholm, Olaf Johannessen, Iman Meskini, Anders Matthesen
Genre
Drama
Laufzeit
92 Minuten
FSK
12
Mit „Nachbeben“ legt Regisseurin Zinnini Elkington ihr mehrfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt vor. Inspiriert vom sogenannten Second-Victim-Syndrom richtet der Film den Blick auf die seelischen Folgen medizinischer Fehler für das behandelnde Personal. Die Auszeichnungen beim Filmfest Hamburg und den Nordischen Filmtagen unterstreichen die Relevanz und Qualität des Stoffes. Für die erfahrene Neurologin Alexandra beginnt der Tag wie so viele zuvor: Personalmangel, Zeitdruck, schnelle Entscheidungen. Als der 18-jährige Oliver mit seiner Mutter Camilla eingeliefert wird, stuft Alexandra die Symptome als harmlos ein. Eine Kollegin äußert Zweifel, doch im hektischen Klinikalltag gehen diese unter. Oliver wird entlassen – und bricht kurz darauf zusammen. Der vermeintlich routinierte Fehler entwickelt sich zum Auslöser eines psychologischen Thrillers. Eltern fordern Antworten, Kollegen und Kolleginnen distanzieren sich, Hierarchien geraten ins Wanken. Alexandra sieht sich nicht nur mit den möglichen Folgen ihrer Entscheidung konfrontiert, sondern auch mit der Frage nach persönlicher Schuld und Verantwortung. Statt Schuldzuweisungen stehen strukturelle Überlastung und menschliche Grenzen im Mittelpunkt des Dramas. In der zentralen Rolle überzeugt Özlem Saglanmak („Die Saat“) als Ärztin zwischen Professionalität und innerem Zerbrechen. Trine Dyrholm („Die Kommune“) verleiht der Mutter Camilla eine eindringliche Mischung aus Hoffnung, Trauer und stiller Anklage.




















