

PAMFIRSo. | 13.9. | 12.30 Uhr | gr. BALi | Eintritt frei
Originaltitel Памфір
Land (Jahr)
Ukraine (2022)
Regie
Dmytro Sukholytkyi-Sobchuk, Adolf El Assal
mit
Oleksandr Yatsentiuk, Solomiia Kyrylova, Stanislav Potiak, Olena Khokhlatkina, Myroslav Makoviichuk
Genre
Drama, Krimi
Laufzeit
100 Minuten
Leonid ist ein Raufbold. Alle nennen ihn Pamfir (Stein), weil er ein Koloss ist. Aber er ist auch ein liebevoller Ehemann und Vater. Ins Ausland ging er zum Arbeiten. Nun kehrt er zu Frau und Sohn in die ukrainische Heimat an der Grenze zu Rumänien zurück. Leonid hat geschworen, nicht mehr zu schmuggeln, was in dieser Region Tradition hat. Während jeder seine Maske für die Feierlichkeiten zum Winterkarneval Malanka vorbereitet, wird Pamfir von Schulden eingeholt und entscheidet sich widerwillig dafür, eine letzte illegale Fracht zu transportieren.
In Cannes uraufgeführt, ist Pamfir ein beeindruckender Erstling. In der Oblast Tscherniwzi in den Karpaten, der Region, in der die Handlung angesiedelt ist, durchdringen sich heidnische Riten und der Glaube an die christliche Dreifaltigkeit. Dmytro Sukholytkyy-Sobchuks auf Bewegung setzende Inszenierung und seine virtuose Fähigkeit, die Körper bis hin in allen Facetten und Schattierungen der Existenz zu choreographieren, verleiht seinem Film einen erstaunlichen Atem und löst intensive Gefühle aus, die durch farblich akzentuierte Fotografie noch verstärkt werden. Der ukrainische Filmemacher geht weit über den Genrefilm hinaus, den er liebt. Er lässt die Genres bewusst verschwimmen und seinen geradezu mysthischen Helden gegen alles kämpfen, wie ein Bär, der in einem wilden Wald gejagt wird. Packend.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Bürgerbegegnung 2026. Eintritt frei.






































